Zur Geschichte der Gedenkstätte

Offizielle Gedenkveranstaltung am Mahnmal, Ansichtskarte von 1970, Privatarchiv
Offizielle Gedenkveranstaltung am Mahnmal, Ansichtskarte von 1970

Gedenken 1949 -1989

Die Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge ist eine der ältesten KZ-Gedenkstätten Deutschlands. Noch vor Gründung der DDR wurde am 11. September 1949 ein Mahnmal eingeweiht. Errichtet wurde es am Standort der Massengräber, in denen 800 Häftlinge ruhen.

Ein südlich gelegenes Massengrab und die „Todeskiefer“ als Hinrichtungsort wurden ebenfalls mit Gedenktafeln gekennzeichnet.

Ende der 1960er Jahre wurde das Gräberfeld neu gestaltet. Die Massengräber wurden mit einem monumentalen Aufmarschplatz für politische Großveranstaltungen überbaut.

Das Stollensystem in den Thekenbergen wurde nach 1945 zunächst wirtschaft­lich, ab Mitte der 1970er Jahre militärisch genutzt und war von diesem Zeitpunkt an nicht mehr zugänglich. 1976 wurde außerhalb des ehemaligen Lagergeländes ein Gedenkstättengebäude errichtet.

Nach 1989

1994 ging der Stollen in Privatbesitz über. 2001 wurde im Gedenkstättengebäude eine neue Dauerausstellung eröffnet. Sie zeigt neben historischen Dokumenten auch Filmaufnahmen von der Befreiung des Lagers.

2005 wurde ein Teilbereich des Stollensystems mit einer Länge von 120 m für die Besucher zugänglich gemacht und zwei Jahre später durch einen Einblick in einen ungesicherten Seitenstollen erweitert.

2011 wurde das neu gestaltete Gräberfeld mit Überlebenden und ihren Angehörigen eingeweiht. Die Neugestaltung mit Namenstafeln ermöglicht ein individuelles Gedenken.

Für die schrittweise Anbringung von Namenstafeln wirbt der Förderverein der Gedenkstätte Spenden ein.